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Poem – Der Sniper

© Foto: Possessedphotography – Unsplash –

Du sitzt um 8 vor deinem Rechner und wartest auf den Befehl. Du willst dich lösen von dieser Kontrolle, an Vertrauen es dir fehlt. Ich habe diesen Schritt gewagt, ins unbekannte Leere. Ich bin noch nicht sicher, hat es sich ausgezahlt? Einiges kommt mir in die Quere. Da ich jetzt Entscheidungen treffe, muss ich auf mich schauen. Zu egoistisch möcht´ ich nicht sein, doch die da draußen wollen meine Lebenszeit klauen. Und plötzlich entdecke ich den Fokus, den es braucht um bei der Sache zu bleiben, den es braucht um in meiner Mitte zu sein, der mir hilft nicht im Leiden gefangen zu bleiben. Denn die Stimmen da draußen verblassen nicht, schneller mehr und mehr. Wenn ich mein Tempo behalten möcht´, geht’s ohne den Fokus nur schwer. Wie ein Sniper trainiere ich mich, mein Fernglas gerichtet auf mich. Sobald das Kreuzfeuer von außen mich trifft, konzentrier ich mich wieder auf die innere Sicht.  So lieg ich entspannt und noch etwas zittrig, das Ziel ist noch nicht ganz klar, zu liegen im Gras wie ein Fuchs auf der Lauer, bleib ich wachsam für jede Gefahr
CategoriesKunst