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Poem – Meisterprüfung

© Foto: Mari Lezhava – Unsplash

Du kämpfst dich durch den Tag,
du hast das Gefühl zu leisten.
Vieles das du nicht magst,
was dich quält kannst du nicht begreifen.
Du hattest schon Erkenntnisse,
die dir den Weg ausgeleuchtet.
Doch manchmal ist der Strom einfach aus
und du fängst wieder an zu keuchen.
Der innere Kampf wird größer,
du bist im Widerstand.
Du lässt es nicht sein und hetzt herum,
der Einbruch sich anbahnt. 
Ok du setzt dich auf die Couch, 
das Studium beginnt. 
Um dich zu beruhigen, 
musst du dich konzentrieren. 
Ein Gedanke jagt den Nächsten,
wie kannst du hier nichts tun? 
Du hast zu leisten, die Miete zu zahlen,
Was hilft dir schon das ruhen?

Das Gute am studieren ist,
dir bleibt nichts anderes übrig.
Weil du im Leben sonst stehen bleibst,
die Praxis wäre sonst müßig. 
Und während du dahinstudierst
und dich aufs Hier und Jetzt konzentrierst,
kehrt Ruhe ein,
kehrt Hoffnung ein,
und die Einsicht kommt von ganz allein. 

Die Prüfung, sie wird es zeigen, 
man nennt sie auch das Leben. 
Wo du das Studium deines Selbst,
nach außen hin wirst geben. 
Die Prüfung aller Prüfungen, 
jeden Tag aufs neue,
das Studium der Studien, 
die Treueste der Treuen. 

Die Prüfer sind die Menschen, 
die dir alles spiegeln. 
Ob du den Inhalt verstanden hast,
zeigt sich im reagieren?
Nimmst du dich zu wichtig, 
dann fällst du durch.
Bist du beleidigt,
dann fälltst du durch. 
Hast du Erwartungen, 
dann fälltst du durch. 
Wow diese Prüfung, du machst was durch. 
OK du stellst dich darauf ein, 
rufst die Liebe ab, 
und durch diese Ruhe, 
bleibst du weich und wirst nicht hart. 
Du spürst, dass die Prüfer ähnlich sind, 
und lernst mit dieser Erfahrung, 
das du ein ziemlich Taffer bist, 
dein Lernen wird zur Nahrung. 
Und weil du dir treu bleibst und diszipliniert, 
kommst du in Schritten weiter. 
Es gibt kein Ziel, keine Note eins. 
Du schließt sie ab als Meister.  
CategoriesKunst

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